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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Köln rrh-Süd e.V. findest du hier .
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Am Montag, 19. Oktober und Dienstag, 20. Oktober 2026 hatten zwei unserer Einsatzkräfte die Möglichkeit, ein zweitägiges Praktikum bei den S.O.S Lifeguards von Fuerteventura (Spanien) zu absolvieren.
Ort war die Playa de Castillo.
Auffällig war bereits der Turm selbst. Statt eines Containers oder Anhängers wie wir ihn aus dem deutschen ZWRD-K kennen, stehen hier die typischen Türme wie man sie aus Baywatch kennt, siehe Bild. Der Aufgang erfolgt über eine Rampe, nicht über eine Leiter.
Ein weiterer großer Unterschied ist die Besatzung. Während im ZWRD-K ein Turm immer mit zwei Personen besetzt ist, wo einer mehr für das Schwimmerische zuständig ist und der andere auf das Sanitätswesen spezialisiert ist, steht in Spanien nur eine Person alleine auf dem Turm. Dadurch ergibt sich auch eine ganz andere Einsatztaktik. Kommt es zu einem Einsatz im Wasser oder am Strand, gibt der betroffene Turm dies via Funk durch. Damit sein Abschnitt nicht unbeobachtet bleibt, verlagern die anderen Türme ihre Position und rücken zusammen. Zusätzlich kommen Quads mit mobilem Personal zum Einsatz, die dem Lifeguard zur Einsatzstelle folgen.
An diese Ein-Mann-Besatzung sind auch die Einsatzmittel angepasst. Unsere IRB's benötigen immer zwei Personen als Besatzung, das funktioniert hier nicht. Daher wird fast ausschließlich auf RWC's gesetzt, also Rescue Water Crafts. Das sind modifizierte Jetskis mit Auffahrschutz und einem Rettungsbrett am Heck. Der Lifeguard fährt damit zur ertrinkenden Person und nimmt diese über das Brett auf. Was wir aus Deutschland kennen und auch hier wiederfinden, ist die Rettungsboje, welche griffbereit am Turm hängt, sowie das Rettungsbrett, wenn auch in einer kleineren Version als bei uns.
Da die Kollegen alleine auf dem Turm sind, müssen sie medizinisch auch alles abdecken, vom Pflaster kleben bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Neben dem Sanitätsrucksack mit Sauerstoff befindet sich daher auf jedem Turm auch ein AED - Automatischer Externer Defibrillator. Dies ist bei uns derzeit nicht Standard.
Zum Abschluss kommen wir zu einem Teil der für uns sehr interessant war. Die Beflaggung. Natürlich orientiert man sich an den Flaggen der International Life Saving Federation - ILS - dazu kommen allerdings einige andere Flaggen. Hier auf Fuerteventura wird z.B. kein Rot-Gelb genutzt, dafür gibt es Grün. Sollte mal keine Flagge gehisst sein, heißt es nicht das es keine Gefahr gibt, nur das kein Lifeguard vor Ort ist, siehe Bild. Dazu wird auch mit Tonsignalen über die Trillerpfeife gearbeitet.
Grüne Flagge: Geringe Gefahr - ruhig und sicher zum Schwimmen
Gelbe Flagge: Mittlere Gefahr - mäßige Brandung und / oder Strömung
Einzelne rote Flagge: Hohe Gefahr - hohe Brandung und / oder starke Strömung, Schwimmen nicht empfohlen
Doppelt rote Flaggen: Sehr gefährlich - Wasser für die Öffentlichkeit gesperrt
Schwarz-weiß geviertelte Flagge: Surfrevier - Schwimmen nicht erlaubt
Gelbe Flagge mit schwarzem Ball: Surfbretter und andere Wasserfahrzeuge sind nicht erlaubt
Lila Flagge: Gefährliche Meerestiere wurden gesichtet
Orangefarbener Windsack: Ablandiger Wind - keine Schlauchboote nutzen
Rot-weiß geviertelte Flagge: Notfall-Evakuierung
Wir bedanken uns bei den S.O.S Lifeguards von Fuerteventura für die Gastfreundschaft. Unsere Einsatzkräfte konnten eine Menge neues Wissen mitnehmen und haben zum Abschluss eine Zertifikat über das Erlernte erhalten.
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